Gruppenreisen in die Türkei


Die drei Hauptstädte des Osmanischen Reiches

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4 Tage / 3 Nächte 

Bursa – Edirne – Istanbul 

1. Tag

Ankunft in Istanbul. Transfer in Hotel und Einchecken. Abendessen. Wer wünscht nach dem Abendessen noch einen Ausflug auf die Aussichtsplattform machen, von der man einen atemberaubenden Blick auf Istanbul aus der Vogelperspektive hat. 

2. Tag

Fahrt nach Bursa. Dieser historischen Stadt wurden Jahrhunderte Attribute wie „Smaragdstadt“ oder „Grünes Bursa“ verliehen. Das am Nordwestausläufer des Berges Uludağ gelegene Bursa ist das ganze Jahr über grün. Wenn Sie die schneebedeckten Gipfel des Uludağ besteigen, können sie an einem Tag vier verschiedene Jahreszeiten erleben. 

Bursa wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. durch den bythinischen König Prusias II. mit dem Namen Prussa gegründet. Die Stadt wurde später Teil des Römischen und dann des Oströmischen, bzw, Byzantinischen Reiches. Nach einer zehnjährigen Belagerung wurde Bursa im Jahre 1326 durch die osmanischen Türken erobert und daraufhin zur ersten Hauptstadt des Osmanischen Reiches ernannt. 

Große Moschee (Ulu Cami) von Bursa – Dieses islamische Gotteshaus ist eine der größten Sakralbauten Bursas und ist mit Elementen seldschukischer Baukunst ein Beispiel frühosmanischer Architektur. Die Moschee wurde in den Jahren 1396-1400 auf Geheiß des osmanischen Sultans Bayezid II. durch den Baumeister Ali Nedschdschar erbaut. Das Außergewöhnlichste an ihrer Architektur sind die insgesamt 20 Kuppeln, von denen in vier Reihen jeweils fünf Stück auf einem Kranz angeordnet sind. Der Überlieferung zufolge hatte der Sultan gelobigt, sollte er von der Schlacht bei Nikopol (Niğbolu) siegreich heimkehren, mit der Kriegsbeute 20 Moscheen errichten zu lassen. Um sein Versprechen einzulösen, soll man ihm geraten haben, stattdessen eine Moschee mit 20 Kuppeln zu erbauen. Die Moschee wird von zwei Minaretten überragt. Die Moschee ist im Inneren neben traditionellen Elementen außerdem mit sehr aufwendigen Kalligraphien geschmückt. Insgesamt finden sich in der Moschee 192 fest installierte und aufgehängte Kalligraphietafeln, die in der islamischen Welt einzigartig sind.

Die „Grüne Moschee“ (Yeşil Camii) wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Bei der Fassade des Gotteshauses wurde weißer Marmor verwendet. Seine Wände sind mit grünen Fayencen geschmückt, denen die Moschee ihren Namen verdankt. Die zentrale Marmorfassade und die Fensterlaibungen sind mit aufwendigen Steinmetzarbeiten verziert. Im Vorraum der Haupthalle befindet sich ein Bassin und ein Brunnen aus Marmor. Die Wände im Inneren sind mit Ornamenten und Blumenmustern und Reliefkalligraphien verziert und harmonieren so mit der Gebetsnische, dem Mihrab der Moschee. Am Eingangstor der Grünen Moschee kann man die wunderschöne Holzschnitzkunst der damaligen Zeit bewundern.

Die Küche von Bursa ist für ihre Spezialitäten bekannt. In der „Grünen Stadt“ werden Sie Gelegenheit haben, den über die Landesgrenzen hinaus berühmten İskender Kebab zu probieren. 

Bei einem Besuch des historischen überdachten Basars und des Seidenmarktes können Sie die seit dem Mittelalter berühmte Bursaer Seide in Augenschein nehmen.

Ein Abstecher in das Osmanische Haus und in das Karagöz-Museum bietet ihnen einen Einblick in das tägliche Leben und die Vergnügungskultur im Osmanischen Reich und in der modernen Türkei.

3. Tag

Auf der Fahrt nach Edirne bietet sich die Möglichkeit, Gelibolu, das alte Gallipoli zu besuchen. Die Halbinsel Gallipoli wurde erstmalig zur Zeit Alexander des Großen erwähnt. Gallipoli wurde durch die Byzantiner erneuert, die Stadtmauern instand gesetzt und es wurden Speicher angelegt. Dadurch wurde sie zu einer wichtigen Stadt in der Umgebung. Gallipoli, heute Gelibolu, hat mit dem angrenzenden Thrazien ein gemeinsames Schicksal geteilt. Die Herrschaft über die Region wechselte immer wieder und die hier lebenden Völker vermischten sich miteinander. Letzlich haben 1354 die Osmanen die Region erobert. 

In der Geschichte Russland steht Gallipoli für ein tragisches Kapitel des Landes. Weiße Garde in Gallipoli - so bezeichnen Historiker die Stationierung der russischen Streitkräfte aus dem Kontingent des 1. Bataillons unter dem Kommando des russischen Generals Kutepov in der Stadt Gallipoli, nahe Griechenlands. Im Herbst 1920 hat die „Weiße Garde“ ihre Stellung auf einem verlassenen Grundstück, acht Kilometer von Gallipoli entfernt, eingenommen. Hier schlugen die Soldaten mitten im Schlamm ihre völlig überfüllten Zelte auf. Nach kürzester Zeit grassierten ansteckende Krankheiten unter den Soldaten, die schließlich 342 Menschen das Leben kosteten. Später wurde hier zum Gedenken an die Menschen, die bis zum 16. Juli 1921 ihr Leben ließen, nach den Plänen des russischen Leutnants Akatjev ein Denkmal errichtet. Das Denkmal wurde allerdings bei einem Erdbeben im Jahre 1949 zerstört verschwand schließlich vollständig. Heute gibt es in Gallipoli ein neues, 2008 errichtetes Denkmal zum Gedenken an die Menschen, die während der Oktoberrevolution ihre Heimat verließen und im Ausland ihr Leben verloren haben. 

Edirne – das antike Hadrianopolis oder Adrianopel – befindet sich im Nordwesten der Türkei, in der Nähe der Grenzen Griechenlands und Bulgariens. Die Stadt ist eine antike Siedlung im Herzen Thraziens, die durch den römischen Kaiser Hadrian gegründet wurde. In ihrer mehr als zweitausendjährigen Geschichte wurde sie immer wieder von neuen Herrschern erobert und hatte viele Namen; ihre Schönheit und Pracht konnte sie aber stets bewahren. Wegen ihrer vorteilhaften geographischen Lage und der unvergleichlichen Schönheit Thraziens war die Stadt immer wieder Streitobjekt der umgebenden Mächte. 1392 wurde Edirne dem Osmanischen Reich einverleibt. Bis zur Eroberung Konstantinopels, dem späteren Istanbul, war Edirne von da an die Hauptstadt des Reichs.

Von einem erhabenen Hügel blickt die prachtvolle und stolze Selimiye Moschee (nach ihrem Stifter Sultan Selim II.) über die Stadt. Dieses Bauwerk, welches eines der bedeutendsten Beispiele osmanischer Architektur darstellt, nannte der legendäre osmanische Baumeister Sinan sein „Meisterstück“. Die Selimiye Moschee und der dazugehörige Komplex (Külliye) wurden in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Im Innenhof der Moschee befinden sich ein mittelalterliches Krankenhaus, eine Lehranstalt, eine Bibliothek und Badehäuser. Die beiden Hochschulen, Medressen genannt, die sich auf der nach Mekka gerichteten Seite der Moschee befinden, sind von Koranschulen und einem Uhrenturm umgeben. Die unvergesslichen EIndrücke, die Sie von dieser zweiten Hauptstadt des Osmanischen Reiches mitnehmen werden, werden durch die Gaumenfreuden abgerundet, die Sie beim Besuch eines Restaurants erleben werden, in dem traditionelle türkische Gerichte gereicht werden. So können Sie zum Beispiel nach osmanischem Rezept zubereitete Fleischbällchen kosten.

Die auch als „Heilkunstmuseum“ bekannte Külliye und Moschee Bayezid II. wurde im 15. Jahrhundert durch den osmanischen Sulten Bayezid II. in Auftrag gegeben. Neben der im Stile osmanischer Architektur errichteten Moschee besteht die Külliye Bayezid II. aus einer Medresse für Medizin, einer Armenküche, einem Krankenhaus, einem Badehaus, einem Küchenkomplex, Speisekammern und weiteren Bereichen. 

Nachdem Sie eine der ältesten Moscheen der Stadt, die Eski Cami (erbaut 1403) besucht haben, können über die historischen Gassen der Altstadt den Kırkpınar-Kampfplatz erreichen, wo die berühmten Öl-Ringkämpfe veranstaltet werden. Diese Jahrhunderte alte Tradition wird auch heute noch gepflegt, indem hier jedes Jahr Ringkampfturniere ausgetragen werden. 

Der durch den Baumeister Sinan errichtete Semiz Ali Paşa Basar ist ein Zeichen für den Stellenwert, den Edirne im Mittelalter als Handelsstadt hatte. Nach einem Brand 1992 konnte der Basar nicht mehr genutzt werden. Auch wenn die Restaurationsarbeiten noch nicht ganz abgeschlossen sind, ist das Genie Sinans in der Architektur wieder erkennbar.

Das Turmtor, das sich gegenüber dem nördlichen Eingang des Basars befindet, ist das einzige Überbleibsel der byzantinischen Stadtmauer.

Nach dem Abendessen können Sie in der Stadt einen Verdauungsspaziergang unternehmen oder das historische Badehaus, ein Hammam aus dem 15. Jahrhundert besuchen und bei einem heißen Bad eine weitere Facette der türkischen Kultur kennenlernen. 

4. Tag

Fahrt nach Istanbul. Die Tour durch Istanbul beginnt im historischen Zentrum der Stadt, im Viertel Sultanahmet. Sultanahmet – Altstadt – Jenes Viertel Istanbuls, in dem die wichtigsten historischen Stätten zu finden sind: Platz des Hippodroms, Blaue Moschee (Sultanahmet), unterirdische Zisterne.

Dort wo das Goldene Horn sich mit dem Marmarameer vereinigt, dort steht die „heilige Weisheit“, die Hagia Sofia. Die heilige Sofia von Konstantinopel, erstmals als othodoxe Kathedrale erbaut, später zur Moschee umgewidmet, ist heute ein Museum. Bis zur Fertigstellung des Petersdoms in Rom war die Hagia Sofia mehr als eintausend Jahre lang die größte Kathedrale der Christenheit und der Welt. Beim Betreten der Kathedrale wird die Ihnen entgegentretende Pracht und Schönheit den Atem verschlagen. Die Hagia Sofia ist ein Symbol byzantinischer Baukunst. Zeitgenössischen Berichten zufolge thronte die unter Kaiser Justinian I. erbaute Kathedrale, „... über der Stadt, wie ein Schiff auf den Wellen des Ozeans.“ Im Inneren des Gotteshauses verzaubern die reichhaltigen Verzierungen den Betrachter: goldene Mosaike, mit Malachit und Porphyr verkleidete Säulen und ein goldener Altar, der von zwei silbernen Säulen getragen wird. Aber weder die Zeit, noch die Menschen, hatten Erbarmen mit dem Bauwerk. Im 4. Jahrhundert wurde die Kathedrale während der Kreuzzüge geplündert und zerstört. Nachdem Konstantinopel 1453 durch die Türken erobert wurde, wurde die Hagia Sofia Kirche in eine Moschee umgewandelt. 

Der Stadtteil Hipodrom liegt dort, wo zu Zeiten Roms eine große Arena mit Platz für mehrere Tausend Zuschauer stand, die Schauplatz von Gladiatorenkämpfen und Wagenrennen war. Zur osmanischen Zeit wurden auf diesem Platz prachtvolle Hochzeitsrituale sowie wie in alter Zeit, verschiedene Feste und Zeremonien durchgeführt.

Unterirdische Zisterne – eine aus byzantinischer Zeit stammende und unter dem Kaiser Justinian I. erbauter und bis heute erhaltener unterirdischer Wasserspeicher. Beim Bau dieser Zisterne wurden Hunderte von steinernen Säulen verwendet, die heidnischen Tempelbauten entnommen wurden. Die Zisterne wurde zum Zweck der Trinkwasserversorgung für den Kaiserpalast und die Palastgebäude für den Fall einer lang andauernden Belagerung errichtet.

Blaue Moschee - diese eigentlich nach ihrem Stifter, dem osmanischen Sultan Ahmed I. benannte Moschee, ist heute eines der Wahrzeichen Istanbuls. Der im Westen bekannte Name „Blaue Moschee“ leitet sich von den zahlreichen im Inneren des Gotteshauses verwendeten blauen Fayencen und Verzierungen ab.

 

Ägyptischer Basar (Mısır Çarşısı) - der zweitgrößte historische Basar Istanbuls. Zu osmanischer Zeit wurden hier aus Ägypten importierte Gewürze, Trockenfrüchte, Getreideprodukte und Lebensmittel feilgeboten, weshalb dieser Basar so genannt wird.

Die in der Nähe des Basars befindliche Rüstem Paşa Moschee wurde Quellen zufolge 1561 fertig gestellt.

Für einen Spaziergang an einer Uferpromenade kann man sich wohl kein schöneres Umfeld als den Bosporus vorstellen. Eine perfekte Gelegenheit, um dort, wo sich zwei Kontinente vereinigen, wunderschöne Eindrücke und die Einzigartigkeit dieser interessantesten und bedeutendsten Stadt der Welt zu erleben. 

 

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